Angedacht von Pastor Ingo Krause

Nachricht 29. August 2020

Die besondere Einschulung

An diesem Wochenende werden in Niedersachsen die Erstklässler eingeschult. Aufgeregt kommen die Mädchen und Jungen in Begleitung ihrer Eltern zur Schule, um sich begrüßen zu lassen und eine erste Unterrichtsstunde in der neuen Klassengemeinschaft zu erleben.

Aber anders als in anderen Jahren wird die Einschulung diesmal durch viele Corona-Schutzmaßnahmen geprägt sein.  Großeltern und Paten werden nur in den wenigsten Schulaulen dabei sein können, zudem ist die Maskenpflicht außerhalb des Klassenraums einzuhalten. Auch die Einschulungsgottesdienste sind von Einschränkungen betroffen. So müssen wir beispielsweise auf die fröhlichen Bewegungslieder verzichten, weil das Singen in geschlossenen Räumen untersagt ist.

Dennoch bemühen sich alle, den Kindern einen schönen und eindrucksvollen Festtag zu gestalten. Und ich freue mich, dass es vielen Gemeinden dank eines Hygienekonzeptes gelungen ist, für die neuen Grundschulklassen Einschulungsgottesdienste anbieten zu können. So können wir den Einschulungskindern den Segen Gottes zusprechen, der sie zu all dem Neuen ermutigen soll, das nun auf sie zukommt. Da ist der noch ungewohnte Schulweg, da sind die teilweise noch fremden Gesichter und Namen der neuen Klassenkameraden. Werden die Kinder neue Freundschaften schließen? Werden sie sich leicht an den 45-Minutenrhythmus der Unterrichtsstunden gewöhnen? Und können sie zu ihren Lehrerinnen und Lehrern ein Vertrauensverhältnis aufbauen?

Nicht nur den Grundschülern tut es gut, an diesem Tag daran erinnert zu werden, dass Gottes guter Segen sich wie ein Zelt über sie aufspannt. Auch die Eltern brauchen diese Erinnerung. Im Gottesdienst können sie ihre Ängste und Wünsche hinsichtlich der Geborgenheit ihrer Kinder Gott anvertrauen und sich durch die Erzählungen vom menschenfreundlichen Gott ermutigen lassen. 

Von Jesus erzählt das Markusevangelium, dass er sich den Kindern besonders liebevoll zugewandt hat. Obwohl er mit Erwachsenen im Gespräch war, freute er sich über die Kinder, die Mütter zu ihm brachten, damit er sie segnete. Die Jünger wehrten die Mütter mit barschen Worten ab. Aber als Jesus das mitbekam, wies er die Jünger zurecht und ermahnte sie mit den Worten: „Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.“ Und daraufhin schenkte Jesus den Kindern seine ganze Aufmerksamkeit. Er herzte sie und segnete sie.

In dieser kleinen Begebenheit spiegelt sich die Liebe Gottes zu Kindern wieder.

In dem beliebten Kindergottesdienstlied „Gott mag Kinder heißt es:  „Gott macht keinen Unterschied zwischen den Menschen, die er liebt. Gott liebt alle, das ist klar! Auch uns Kinder, das ist wahr! “

Auch wenn wir es heute im Gottesdienst nicht singen dürfen, die Orgel wird uns die Melodie vortragen. Und mit diesem Ohrwurm im Kopf gehen wir dann durch diesen Einschulungstag.

Ihr

Ingo Krause, P.

 

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